Infrastrukturen erhalten und  CO2-neutral machen                     


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Naheliegende Lösungen:

Holzkohle und Pyrolyse sind Kulturgut des ländlichen Raumes. Bereits seit Jahrhunderten kennt und schätzt man dort die Vorteile des Stoffes.

Mit der modernen Pyrolysetechnik lässt sich nun exakt feststellen, was, wie und warum Kohle bzw. der Kohlenstoff in diesen wertvollen Kreisläufen funktionieren.

Nebst der Viehzucht gehört der Boden zu den wichtigen Guthaben der Landwirtschaft:

Futtermittelzusatz

Ob Kühe, Pferde, Schweine, Hühner, Schafe, Ziegen, Hunde und Katzen - hochwertige Pflanzenkohle der EBC-Klasse 1 hilft bei Verdauung und mindert dort auch die Wirkung schädlicher Stoffe. Die Ausscheidungen dienen als hochwertige Grundlage für kohlenstoffreiche Dünger.

Einstreuzusatz:

Ställe mit einem Kompostbett inkl. Pflanzenkohle sind beliebte Orte für die Tiere. Nach Gebrauch wird die Einstreu ebenfalls zu wertvollem Dünger.

Humushilfe:

Der wohl komplizierteste Bereich, da hier viele Faktoren hineingreifen: pH-Wert, Bodenaufbau, Bodenbehandlung, Bodengeschichte, Düngungskonzepte u.v.a.m.

Als Katalysator bringt die hochwertige Pflanzenkohle Eigenschaften in dieses Millieu. Die Kationenaustauschkapazität KAK wird unterstützt. D.h. wertvolle Düngestoffe können in der Pflanzenkohle transportiert und deponiert werden. Bei Bedarf ruft das Bodenmillieu dann diese Stoffe ab. Die Speicherfähigkeit des Bodens mit Nährstoffen nimmt zu.

Funktionen einer Aktivkohle

Die Herstellung industrieller Aktivkohle für Medizin oder Filterung verläuft gleich, wie die der Biomasse-Pyrolyse. Der Unterschied: Hersteller industrieller Aktivkohle haben die Prozesse so optimiert, dass die Endprodukte exakt auf bestimmte Bedürfnisse zugeschnitten sind. Doch mit wachsenden Erfahrungswerten der Biomasse-Pyrolyse kann eine hochwertige Pflanzenkohle durchaus auch für eine Entgiftungsaktion funktionieren. (Siehe auch unter Stichworte/"Entgiften")

 

Funktionelle Gruppen

Zusammenhang

Zitat Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL):

Während der Laufzeit des Forschungsprojektes rückte die Co-Kompostierung von Biokohle, die zum Zeitpunkt der Konzeption des Forschungsprojektes noch eine eher untergeordnete Rolle spielte, zunehmend in den Fokus des Interesses. Während der Co-Kompostierung sollen funktionelle Gruppen auf der Oberfläche der Biokohlen oxidiert und damit die Nährstoffspeicherfähigkeit verbessert werden (Wiedner et al., 2015). Einzelne Untersuchungen zeigen unter anderem eine Sorption von Nitrat an co-kompostierten Biokohlen (Kammann et al., 2015, Joseph et al., 2017), die im Versuch IV an der HSWT bei frischen Pflanzenkohlen nicht beobachtet wurde. Wie zudem der Versuch V an der HSWT zeigte, kann durch eine Co-Kompostierung die pflanzenbauliche Eignung von HTC-Kohlen deutlich verbessert werden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion zur Nitratbelastung des Grundwassers durch die intensive Landwirtschaft, eröffnet sich hier womöglich ein interessanter Ansatzpunkt. Zudem werden von verschiedenen Autoren weitere synergistische Effekte von Kompost und Biokohlen beschrieben (Agegnehu et al., 2017).

2018, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)